Startup-Verband legt Corona-Studie vor: Jedes siebte Startup fürchtet um seine Existenz

BMWi-Förderprogramm für Messebeteiligungen

Foto NürnbergMesse, Thomas Geiger

Neun von zehn Startups in Deutschland sind von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronakrise betroffen, mehr als jedes siebte fürchtet sogar um seine Existenz. Das sind die heute veröffentlichten Ergebnisse der Studie des Bundesverband Deutsche Startups in Zusammenarbeit mit Curth+Roth unter 1.000 Startups. Besonders betroffen sind junge Unternehmen in den Bereichen HR und Tourismus. Die Studie zeigt, dass Startups in allen Phasen betroffen sind: Kleinere Startups sind durch den Wegfall von Messen und Veranstaltungen vom ausbleibenden Kundenkontakt bedroht, große Startups mit vielen Mitarbeiter*innen fürchten vor allem um Umsätze, ihre Liquidität und das Zustandekommen künftiger Finanzierungsrunden.

„Die Ergebnisse sind alarmierend: Das Startup-Ökosystem steht angesichts der Corona-Krise vor einem massiven Startup-Sterben. Wenn wir nicht schnell und substantiell handeln, dann werden die ersten Startups schon in wenigen Wochen in die Knie gehen“, warnt Christian Miele, Präsident des Bundesverband Deutsche Startups. Die bisherigen Fördermaßnahmen und Liquiditätshilfen gingen an den Bedürfnissen von Startups vorbei, denn Startups hätten - insbesondere in einer frühen Phase - weder eine kreditgebende Hausbank noch erfüllten sie die herkömmlichen Kriterien, um einen Kredit zu erhalten. Der Startup-Verband hat deshalb einen einen „4-Stufen-Plan“ entworfen, der einen Schutzschirm für Startups aller Branchen und Phasen vorsieht, mit dem Ziel deutsche Startups in der schweren Zeit zu unterstützen und die geschaffenen Arbeitsplätze zu erhalten.

Mit dem Blick nach vorne, auf das Messejahr 2021 fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) die Beteiligung von Startups auf internationalen Messen in Deutschland. In seinem Förderprogramm hat das BMWi 56 Messen mit hoher Internationalität auf Aussteller- und Besucherseite ausgewählt, die beim AUMA - Verband der deutschen Messewirtschaft abrufbar sind. Die Messen decken nahezu das gesamte Branchenspektrum ab, von Automatisierung über Energiewirtschaft, Elektrotechnik und Elektronik, Medizintechnik, Möbel und Spielwaren, Land- und Forstwirtschaft, Bautechnik bis zu Maschinenbau, IT und Telekommunikation.

Das BMWi-Förderprogramm umfasst unter anderem eine 60-prozentige Erstattung von Standmiete und Standbaukosten bei der Beteiligung als Aussteller an einem Gemeinschaftsstand. Bewerben können sich Startups aus Industrie, Handwerk oder technologieorientierten Dienstleistungsbereichen. Die Förderbedingungen sowie Antragsformulare stehen zum Download auf der Website des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle im Bereich Wirtschafts- und Mittelstandsförderung (BAFA) bereit.

https://deutschestartups.org
www.auma.de/start-ups