Veranstaltungsrecht: FAMA initiiert Schlichtungsstelle

Außergerichtliche Lösungen bei Konflikten

Außergerichtliche Lösungen bei Konflikten

Der Fachverband Messen und Ausstellungen (FAMA) hat eine rechtliche Schlichtungsstelle eingeführt. Damit will der Verband außergerichtliche Lösungen bei Konflikten im Bereich des Veranstaltungsrechts ermöglichen.

Auslöser sind die notwendigen Absagen und zeitlichen Verlegungen von Messen und Ausstellungen. Das führt bei vielen Veranstaltern, Ausstellern, Messebaubetrieben und sämtlichen Dienstleistern zu dramatischen Einnahmeverlusten. Neben wirtschaftlichen Folgen rechnet der FAMA mit einer Vielzahl rechtlicher Konflikte. FAMA-Vorsitzender Hans-Joachim Erbel: „Die Coronakrise stellt uns alle vor eine große Herausforderung - auch juristisch. Denn vieles ist unklar und mit einem hohen rechtlichen Risiko behaftet. Deshalb wollen wir mit unserer Schlichtungsstelle ein freiwilliges und konstruktives Verfahren zur Beilegung von Streitigkeiten bieten.“

Vor dem Hintergrund der aktuell großen Folgen für die gesamte Messebranche stellt der FAMA ein erhöhtes Bedürfnis fest, außergerichtlich Regelungen zu finden. Die Schlichtungsstelle dient dem Ziel, gemeinsam Lösungen zu finden. Für die außergerichtliche Beilegung von Streitigkeiten setzt der FAMA auf zwei bewährte Verfahren: Mediation und Schiedsgericht. Bei beiden möglichen Verfahrensarten steht mit Rechtsanwalt Frank Keller von der Kanzlei Glöckner Keller Rechtsanwälte (Nürnberg) ein erfahrener Wirtschaftsmediator bereit.

Wichtig: Beide Verfahren sind ohne persönliche Vor-Ort-Termine möglich. Sie können auch online laufen. Das Angebot richtet sich auch an Unternehmen, die nicht FAMA-Mitglieder sind. FAMA-Mitgliedern wird für das Verfahren ein Rabatt auf die regulären Stundensätze eingeräumt. Sofern nur einer der Beteiligten FAMA-Mitglied ist, soll der vergünstigte Preis für alle Beteiligten gelten.

www.fama.de