Chatbots unterstützen in der Coronakrise

KI-Anwendungen bieten Information und Hilfestellungen

KI-Anwendungen bieten Information und Hilfestellungen

Chatbots – durch künstliche Intelligenz gestützte Dialogsysteme – ermöglichen es, Nutzer*innen niedrigschwellige Information und Services zugänglich zu machen. Sie können zeitgleich mit einer enormen Zahl vonnMenschen kommunizieren und sind zudem 24/7 verfügbar. In der aktuellen Coronakrise setzen diverse Start-ups auf diese Vorteile, um mit ihren Chatbots zur Aufklärung über das Virus beizutragen und Handlungsempfehlungen zu geben. Eventcrisis stellt eine Auswahl davon vor.

Das Team von e-bot7 aus München programmierte einen Chatbot, der „Unternehmen, Mitarbeitern, Kunden und allen von der Situation betroffenen Personen hilft, schnell alle relevanten Informationen zum Thema zu finden.“ Das Angebot umfasst unter anderem die Aspekte der Übertragung des Coronavirus‘ und entsprechende Prävention, Symptome und Behandlung, aber auch Aktuelles zu Infiziertenzahlen oder dem Thema Reisen. Alle Informationen entstammen offiziellen Quellen wie der Weltgesundheitsorganisation WHO, den Centers for Disease Control and Prevention CDC aus den USA oder dem Robert-Koch Institut (RKI).

Einen Schritt weiter geht die Entwicklung von yes!devs, Memacon (beide aus Hamburg) und ihrem Technikpartner MessengerPeople aus München: Ihr Chatbot „WhatsCorona.de“ führt die Nutzer*innen durch eine Reihe von Fragen, an deren Ende eine Handlungsempfehlung steht. Beantwortet die Nutzerin etwa die Fragen nach direktem oder indirektem Kontakt zu Sars-Cov-2-Infizierten mit „Nein“, antwortet der Chatbot, dass vermutlich kein erhöhtes Gefährdungspotenzial bestehe, verweist auf die offiziellen Mitteilungen des RKI und rät, zuhause zu bleiben. Der Chatbot ist für Messenger-Dienste programmiert und kann aktuell in WhatsApp, dem Facebook Messenger oder Telegram gestartet werden. „Wir haben alle an einem Strang gezogen und das Projekt innerhalb von einem Tag auf die Beine gestellt“, sagt Moritz Beck, Geschäftsführer von Memacon. „Das Projekt soll nun noch weiter ausgebaut werden, um noch besser helfen zu können.“

„Keine unnötigen Arztbesuche, sich dennoch informiert fühlen und Antworten auf individuelle Sorgen bekommen“ – das verspricht der Chatbot von DOCYET. Ursprünglich als digitaler Gesundheitslotse für verschiedene Bereiche gestartet, hat das Leipziger Startup nun auch eine Version zum Coronavirus entwickelt. Wählen Nutzer*innen beispielsweise das Thema „Verdachtstest“, führt der Bot durch eine Reihe von Fragen zu Aufenthaltsorten, Kontakt zu Menschen, die in Risikogebieten waren, oder eigenen Krankheitssymptomen. Am Ende steht auch hier eine Risikoabschätzung und der Verweis auf offizielle Stellen als weiterführende Informationsquellen.

Einen ähnlichen Ansatz verfolgt CovApp, eine von der Charité Berlin gemeinsam mit data4life entwickelte Software. Entlang eines Fragebogens, dessen Beantwortung rund fünf Minuten in Anspruch nimmt, beantworten die Nutzer*innen Fragen zu aktuellen Symptomen, Vorerkrankungen und Kontakt zu Verdachtsfällen. Auf Basis dessen gibt das System zum Abschluss entsprechende Handlungsempfehlungen, zum Beispiel den Anruf bei einer der Hotlines des öffentlichen Gesundheitsdienstes, die Vorstellung beim Hausarzt oder häusliche Isolierung.

Losgelöst von der aktuellen Krisensituation: Auch in der Veranstaltungswelt sind Chatbots längst angekommen. Sie können entlang der gesamten Customer Journey, ob im Vorfeld einer Veranstaltung, während des Events oder in der Post-Event-Kommunikation als personalisiertes Service-Tool zum Einsatz kommen, Fragen beantworten und hilfreiche Hinweise geben.

https://e-bot7.de/coronachatbot/
https://www.whatscorona.de/
https://hih-2025.de/corona/
https://covapp.charite.de/