„Covid-19 hat das Change Management beschleunigt“

Virtuelle Workshops in der Pharmabranche

Virtuelle Workshops in der Pharmabranche

Die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Vorsichtsmaßnahmen haben auch in der Pharmabranche drastische Auswirkungen auf die Arbeitswelt. Was früher persönlich und in Workshops erarbeitet wurde, erfolgt heute mit digitalen Mitteln: „Eines wird schnell deutlich: Die Regeln zu Präsenz-Workshops lassen sich nicht auf virtuelle Workshops übertragen“, sagt Adam Sobanski, Partner der Pharma-Beratungsgesellschaft Main 5. Das Unternehmen arbeitet seit seiner Gründung im Jahr 2013 verstärkt virtuell und führt diese Technik nun auch im Rahmen des Change Management in Pharmaunternehmen ein. Die Erkenntnis: Ergebnisorientierte virtuelle Workshops würden einen erfahrenen Moderator, umfassende Vorarbeit und im Optimalfall bis zu zehn Teilnehmer bei einer Dauer von maximal drei Stunden am Stück benötigen. Bei größeren Gruppen sei eine Aufteilung erforderlich, bei der Kleingruppen spezielle Sachverhalte in Breakout-Sessions erarbeiten können. Technisch gelte es zwei Dimensionen abzudecken, so Main 5: Die Kommunikation und die Visualisierung der Schritte, Eingaben und Ergebnisse.

Für Unternehmen böten sich mehrere Werkzeuge, die Kommunikation abzudecken. Skype und Microsoft Teams sind gerne genutzt, seien aber nicht die immer ideale Basis. Mit Zoom könnten Moderatoren wesentlich mehr mit den Teilnehmern interagieren und Untergruppen bilden, erläutert Sobanski. Als nächste Dimension sei die Visualisierung eine Herausforderung. In der Pharmabranche arbeiten Unternehmen gerne mit der Brown Paper-Methode, die sich digital mit dem Tool Mural abbilden lässt. „Mit Mural lassen sich wie auf einem regulären Whiteboard Skizzen und Schaubilder anlegen und mit Kunden und Kollegen teilen und gemeinsam gleichzeitig bearbeiten, jederzeit können zudem neue Teilnehmer in die Sitzung und deren Bearbeitung einbezogen werden. Hier sind der Kreativität wirklich keine Grenzen gesetzt!“, sagt Adam Sobanski. Alle digitalen Methoden hätten derweil gemein, dass in regelmäßigen Abständen eine Summary erfolgen sollte, um alle Teilnehmer auf den aktuellen Stand zu bringen.

Im Projektmanagement stünde derweil Agilität im Vordergrund und steigere die Leistung der Projekte mit schneller und effizienter Umsetzung. Die Methoden der Wahl sind Scrum und Kanban, wobei sich Scrum auf die iterative Produktentwicklung und Kanban auf die kontinuierliche Prozessverbesserung konzentriert. „Eines hat die Krise deutlich gezeigt: Wie schnell sich die Arbeitswelt adaptieren kann, und welches Potenzial in neuen Technologien und Strategien steckt. Insofern hat Covid-19 das Change Management beschleunigt“, resümiert Adam Sobanski.

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