"The Day After": Offener Austausch in der Krise

Verband der Veranstaltungsorganisatoren (VDVO)

Paneldiskussion "The Day After"

Nach der Absage der ITB Berlin wegen des Coronavirus funktionierte der Verband der Veranstaltungsorganisatoren (VDVO) seine „ITB MICE Night“ am 5. März 2020 um zum abendlichen Informationsaustausch „The Day After“. Der International Club Berlin bot Betroffenen wie Vertreter*innen von Fachverbände einen geschützten Raum, für den alle Teilnehmenden eine Stillschweigevereinbarung unterzeichnen mussten.

Den Auftakt machte eine Bestandsaufnahme moderiert von Nico Gutjahr mit Bernd Fritzges, Vorstandsvorsitzender VDVO, Jörn Holtmeier, Geschäftsführer des Messeverbands AUMA, Markus Luthe, Hauptgeschäftsführer des Hotelverbands IHA, und Matthias Schultze, Geschäftsführer des GCB German Convention Bureau (im Bild von links nach rechts). Fritzges, Holtmeier, Luthe und Schultze verständigten sich darauf im Dialog zu bleiben.

Mittelpunkt der Veranstaltung waren die rechtlichen Ausführungen von VDVO-Justitiar Thomas Waetke von Eventfaq. Der Rechtsanwalt erläuterte die rechtlichen Aspekte bei der Absage von Veranstaltungen, gab Hilftestellungen, beantwortete Fragen und tauschte sich in der Arbeitsgruppe „Veranstaltungsplaner“ aus. Weitere Gruppen waren „Gewerke“ und „Vermittler“. Die Ergebnisse der drei Gruppen wurden abschließend zusammengefasst und Fragen beantwortet.

Vorab hatte der Verband der Veranstaltungsorganisatoren (VDVO) kurzfristig bis zum „The Day After“ die Umfrage "Coronavirus und die Folgen für die Meeting- und Eventbranche" durchgeführt. 300 Personen beteiligten sich. Die wirtschaftliche Gefährdung ihres Unternehmens durch den Coronavirus schätzten auf einer Skala von 1 bis 5 (keine Bedrohung bis sehr hohe Bedrohung) 68,3 Prozent der Veranstaltungsplaner in Unternehmen und Agenturen im VDVO als hoch bis sehr hoch ein, bei den Anbietern im VDVO wie Hotels und Locations sind es 91 Prozent. Dass die Coronakrise das Budget für Veranstaltungen und/oder den personellen Einsatz für die Veranstaltungsorganisation negativ beeinflusst, davon gehen 77 Prozent der Veranstaltungsplaner aus und 82,1 Prozent der Anbieter. Da sich die wirtschaftliche Lage weiter verschlechtert, hat der VDVO eine zweite Befragung aufgelegt.

„Aufgrund der Zusammensetzung der starken Branchen-Vertreter ist mir persönlich heute deutlich geworden, dass wir alle unsere Möglichkeiten und Beziehungen jetzt sofort nutzen müssen, um Druck in der öffentlichen Wahrnehmung sowie Politik aufzubauen“, resümiert Veranstalter Bernd Fritzges. „Wichtig dabei ist es, dass wir alle in die gleiche Richtung laufen, nicht unbedingt, dass wir Standpunkte vorher konsolidieren müssen. Dafür fehlt uns einerseits die Zeit, andererseits ist dafür unsere Branche auch einfach zu heterogen.

Weitere Informationen unter: www.coronavirus.vdvo.de
Die Ergebnisse des ersten Umfrage "Coronavirus und die Folgen für die Meeting- und Eventbranche"
https://vdvo.de/fileadmin/vdvo/ITB/The_Day_After/Coronavirus_Umfrage_VDVO.pdf